Bundesamt für Naturschutz

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Veranstaltungen


Aufgeführt sind hier die Veranstaltungen, die vom Bundesamt für Naturschutz durchgeführt oder gefördert werden. Die Veranstaltungen an der Internationalen Naturschutzakademie Insel Vilm des BfN finden Sie im INA-Kalender


 

Moore bedecken lediglich 3% der globalen Landfläche. Auf dieser geringen Fläche erfüllen sie jedoch wichtige Ökosystemleistungen für Mensch und Natur. Dazu zählen neben der Wasserspeicherfunktion und damit dem Hochwasserschutz auch die Nährstoffretention und die Verhinderung von Nährstoffeinträgen in Grund- und andere Gewässer. Moore mit intaktem Wasserhaushalt bringen aber auch Kühlung in heißen Sommern und sind in naturnahem Zustand Lebensraum seltener Arten von Flora und Fauna. Im Kontext des Klimawandels und des Pariser Klimaschutzabkommens wird darüber hinaus zunehmend die Bedeutung von Mooren für die Speicherung von Kohlenstoff und die Minderung von Treibhausgasemissionen erkannt. Moorböden speichern doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder der Erde zusammen. Die zunehmende Entwässerung von Mooren für die Landnutzung führt jedoch zum Verlust ihrer CO2 Speicherfunktion und Oxidationsprozesse und Brände auf trockengelegten Mooren verursachen die Freisetzung von Treibhausgasen. Deshalb zählen Moore heute zu den großen Treibhausgas-Emittenten, mit einem Anteil von ca. 5% der weltweiten Emissionen. Mit der Wiedervernässung von Moorböden und Paludikultur (Bewirtschaftung nasser Moore) gibt es technische Lösungen für die Wiederherstellung der CO2 Speicherfunktion und für eine nachhaltige Nutzung von Mooren.

Auch im Hinblick auf die Erreichung internationaler Klimaziele muss Mooren deshalb zukünftig mehr Bedeutung beigemessen werden. Darum bemühen sich internationale Akteure und Übereinkommen. So hat sich z. B. die Internationale Feuchtgebietskonvention (auch Ramsar Konvention genannt), an der Deutschland seit 1976 als Mitgliedstaat mitwirkt, in den letzten zehn Jahren zunehmend dem Erhalt und der Wiederherstellung von Mooren gewidmet; sie hat Leitfäden und technische Hilfestellungen erarbeitet, Resolutionen zum Moorschutz verabschiedet und neue Initiativen unterstützt.

Aber auch in Deutschland nimmt das Bewusstsein für die Bedeutung der Ökosystemleistungen von Mooren zu. Dies gilt auch für die staatliche Ebene, so wurde im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung  festgeschrieben: „Wir wollen eine Moorschutzstrategie erarbeiten und die ersten Maßnahmen noch in dieser Legislaturperiode umsetzten“.

 

Zielsetzung der Fachveranstaltung

Im Rahmen des von der Nationale Klimaschutzinitiative der Bundesregierung geförderten Projektes „MoorDialog“ wurde die Wanderausstellung „Moore, Klimaschutz und Paludikultur“ durch das Greifswald Moor Centrum erstellt. Sie war vom 16. April bis 23. Mai 2018 im Bundesamt für Naturschutz (BfN) ausgestellt. Wir haben die Ausstellung zum Anlass genommen auch eine Fachveranstaltung zu organisieren, um Akteuren im Moorschutz eine Plattform zum Austausch und zur Vernetzung zu bieten und die aktuellen Herausforderungen des Moorschutzes zu diskutieren. Damit möchten wir einen Beitrag leisten, um neue Entwicklungen auf internationaler, wie auch auf nationaler Ebene zu unterstützen.

Ganz konkret werden wir unter anderem:

§  von den Bemühungen zum Moorschutz im Rahmen der Ramsar Konvention erfahren

§  über Ansätzen und Ergebnisse von Forschungs- und Praxisprojekten zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung von Moorböden informiert werden  

§  aus Erfahrungen bei der Erarbeitung der österreichischen Moorstrategie lernen.

§  Die Veranstaltung soll aber auch Raum bieten, um notwendige nächste Schritte für eine deutsche Moorstrategie zu diskutieren.

 

Links:

https://www.ramsar.org/themes/peatlands

 

https://www.bfn.de/themen/biotop-und-landschaftsschutz/moorschutz.html